Brillenpinguine und seltene Seevögel auf Dyer Island, Südafrika (00003553)
Beschreibung: Die Brillenpinguine (Spheniscus demersus) und andere seltene Seevögel brüten auf Dyer Island, sechs Seemeilen vor der Küste von Gansbaai/Südafrika. Die Ruinen einer ehemaligen Guanostation sind noch vorhanden. Nachdem die Guanovorräte erschöpft waren, kamen Robbenschläger und Pinguinjäger auf die Insel. Noch heute sind traurige Relikte aus dieser Zeit zu sehen. Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts wurden Brillenpinguine aufgrund ihres Öls getötet. Dieses grausame Gemetzel wurde erst 1919 gestoppt. Der Bestand der Brillenpinguine in Südafrika nahm zwischen 1956 und 1978 um mehr als 50% ab, teilweise aufgrund der Überfischung in ihren Nahrungsgründen. Im Washingtoner Artenschutzabkommen werden Brillenpinguine in Anhang II als gefährdete Art aufgeführt. Dyer Island und seine Fauna und Flora sind jetzt vollständig geschützt. Auf der Insel leben nur ein Naturschutzwart und manchmal ein Biologe. Wenn eine Gruppe von Pinguinen von ihren Jagdgründen weit draußen auf dem Meer zurückkehrt, ist volle Konzentration erforderlich. Ihr Weg ist immer voller Gefahren, denn sie überqueren das Gebiet der Weißen Haie. Eine weitere Bedrohung erwartet sie kurz vor der Insel: Pelzrobben lauern im Kelb-Gürtel. Um die letzten Meter zur Insel sicher zu bewältigen, sprinten sie plötzlich los. Sie jagen, halb unter Wasser und halb über Wasser, entlang, bis am Ende nur noch brodelndes Wasser zu sehen ist. Schließlich finden sie nur auf der Insel Ruhe und Sicherheit – bis zum nächsten Mal.
Aufnahmeort: Western Cape, Dyer Island, South Africa
Aufnahmedatum: 13.05.2001